Wildtierfotografie – Tipps, Erfahrung und Verantwortung
Wildtierfotografie bedeutet für mich weit mehr als nur schöne Bilder zu machen. Es geht um Geduld, Respekt und darum, die Natur so zu zeigen, wie sie wirklich ist.
Gute Vorbereitung ist dabei unerlässlich. Ich beschäftige mich im Vorfeld intensiv mit den Tieren, ihrem Verhalten und ihrem Lebensraum. Wer versteht, wann Tiere aktiv sind, wo ihre Rückzugsorte liegen und welche Phasen besonders sensibel sind, kann viel bewusster und rücksichtsvoller fotografieren.
Technisch gesehen spielen Ruhe, langsame Bewegungen und das richtige Licht eine große Rolle. Die schönsten Momente entstehen oft früh morgens oder in den Abendstunden. Ich arbeite meist aus der Distanz, beobachte lange und lasse die Situation auf mich zukommen, statt sie zu erzwingen.
Verantwortung gegenüber der Natur
Der wichtigste Punkt ist für mich jedoch die Tierethik. Das Wohl der Tiere steht immer über dem Foto. Wildtiere sind keine Motive, die man dirigieren oder beeinflussen darf.
Ich verzichte konsequent auf Füttern, Locken oder Verfolgen. Wenn ein Tier Anzeichen von Stress zeigt, beende ich die Situation – egal, wie viel Potenzial das Bild gehabt hätte.
Meine Bilder sollen zeigen, wie wertvoll und zugleich verletzlich diese Lebewesen sind. Ein gutes Wildtierfoto ist für mich eines, bei dem das Tier mich kaum wahrgenommen hat – und genau darin liegt für mich die größte Qualität.
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